Aufnahme

Aufnahme

Aufnahme in die Bruderschaft – der Weg des Suchenden.

Immer mehr Menschen erkennen, dass die gegenwärtige Konsumgesellschaft mit ihrem stressigen Arbeitsalltag und ihren oberflächlichen Freizeitvergnügungen kein befriedigendes Leben ermöglicht. Sie suchen geistigen Austausch unter Gleichgesinnten, sie sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. So kommen sie schließlich in Kontakt zur Freimaurerei. Wir nennen ernsthaft Interessierte „Suchende“.

Die Bruderschaft bietet ihren Mitgliedern einen geschlossenen Raum, in dem sie frei und offen über Themen reden und diskutieren können, die in der profanen Alltagswelt, häufig auch im Bekanntenkreis kaum Interesse finden oder gar Kopfschütteln auslösen. Alles was in der Loge zur Sprache kommt, bleibt auch hier, denn jeder Bruder hat Stillschweigen gelobt. Diskussionen werden gepflegt durchgeführt. Wichtigstes Anliegen des Freimaurers ist jedoch seine eigene menschliche und geistige Vervollkommnung. Dazu gibt die Freimaurerei Hilfestellung.

Aufnahmegesuch

Wer kann aufgenommen werden?

Traditionell heißt es: „Ein freier Mann von gutem Ruf“. Die Mitglieder unserer Loge sind zwischen 24 und 90 Jahren alt. Weniger als das Alter oder der Beruf spielt die Bereitschaft eine Rolle, aktiv am Logenleben teilzunehmen. Nur wenn diese Bereitschaft besteht, ist eine Aufnahme möglich, denn in der Freimaurerei ist keine Konsumhaltung erwünscht. Die Freimaurerei ist überkonfessionell und überparteilich, das heißt, dass weder nach Religionszugehörigkeit noch nach politischer Einstellung gefragt wird. Voraussetzung ist allerdings, dass der Aspirant sich zu ethischen, moralischen und demokratischen Grundwerten bekennt. Auch wird die Annahme eines göttlichen Prinzips (wie auch immer der Einzelne dies bezeichnet) erwartet.

Passt Freimaurerei zu Ihnen?

Freimaurerei steht grundsätzlich jedem Mann offen. Besonders gut passt dieser Weg zu Ihnen, wenn Sie (nicht abschließend)

  • Ihre Ausbildung abgeschlossen haben und mit beiden Beinen im Leben stehen
  • neugierig sind und bereit, an sich zu arbeiten (wir sprechen vom „rauen Stein“)
  • regelmäßig Zeit für die Loge einplanen können (montags ab 20:00 Uhr)
  • ein ethisches Fundament haben und demokratische Grundwerte leben

 

Passen Sie zu uns?

Freimaurerei ist ein Verein wie andere auch: Er lebt von seinen Mitgliedern. Deshalb erwarten wir die regelmäßige Teilnahme, besonders bei Tempelarbeiten. Ausnahmen gibt es, aber als Grundsatz gilt:

Familie zuerst, dann Arbeit, dann Loge.

Innerhalb dessen sollte die Loge Priorität vor profanen Freizeitbeschäftigungen haben, sonst kann Logenleben nicht wachsen. Zur Mitgestaltung gehört auch ganz Praktisches: ein Logenhaus hält sich nicht von allein. Ob Getränke, kleine Vorbereitungen, Ordnung, Unterstützung in Ämtern oder bei Veranstaltungen: Jede helfende Hand wird gebraucht und geschätzt.

Ablauf

Der Weg des Suchenden bis zur Aufnahme

Wenn der Suchende mit der Loge Kontakt aufgenommen hat, wird er zu den öffentlichen Gästeabenden eingeladen. Die Termine finden Sie hier. Er kann natürlich auch ohne Einladung direkt zu einem Gästeabend kommen und dort Freimaurer ansprechen. Darüber hinaus bietet die Loge spezielle Abende für Suchende an, an denen Sie die Mitglieder der Loge und umgekehrt die Brüder die Interessenten kennen lernen können. In den Logenferien (Juli und August) findet jeden Montag ab 20 Uhr ein offener Ferientreff mit Gästen statt. So findet man schnell heraus, ob man sich in diesem Kreis wohl fühlt beziehungsweise der Interessent in den Kreis der Brüder passt. Dieser Kennenlernprozess dauert ungefähr ein Jahr.

Dann kann der Suchende beim Meister vom Stuhl einen Aufnahmeantrag stellen. Er bekommt einen Fragebogen, den er mit seinem Lebenslauf einreicht. Der Suchende sollte sich nun zwei „Meister“ innerhalb der Bruderschaft auswählen, die seine Bürgen werden; sie begleiten ihn bis zur eigenen Meistererhebung. Aufgrund seines Aufnahmegesuchs wird er nun von der Aufnahmekommission, die aus drei Brüdern besteht, nach Absprache zuhause zu einem weiteren Gespräch aufgesucht, wobei gegebenenfalls seine Lebensgefährtin anwesend sein sollte. In der Loge wird daraufhin über die Aufnahme abgestimmt („Kugelung“). Fällt sie positiv aus, wird dem Suchenden der Termin für das Aufnahmeritual („Initiation“) mitgeteilt.

Als Suchender registrieren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um zu unseren Suchenden- und Gästeabenden eingeladen zu werden.

    FAQ

    Häufig gestellte Fragen

    Ein Suchender ist ein ernsthaft Interessierter, der die Freimaurerei und unsere Loge kennenlernen möchte.

    Gästeabende sind öffentlich und auch für Frauen zugänglich. Suchendenabende sind für eingeladene Interessenten, nur für Herren, mit Fokus auf Freimaurerei und Kennenlernen.

    Für eine Einladung zum Suchendenabend braucht es ernsthaftes Interesse. Auch aus Rücksicht auf Brüder, die diskret bleiben möchten. „Nur mal gucken“ ist eher etwas für einen Gästeabend oder eine Ausstellung. Dafür können Sie ebenfalls Kontakt zu uns aufnehmen.

    Grundsätzlich wird regelmäßige Teilnahme erwartet, besonders zu den Tempelarbeiten. Ausnahmen gibt es, aber nur so kann Logenleben funktionieren. Prioritäten: Familie zuerst, dann Arbeit, dann Loge. Das bedeutet zugleich: Die Loge hat Vorrang vor profanen Freizeitbeschäftigungen. Bestenfalls sind Sie montags ab 20:00 Uhr regelmäßig da.

    Für die Tempelarbeit braucht es die Anerkennung eines höheren Prinzips. Wie Sie dieses für sich definieren, ist nicht festgelegt. Profan ausgedrückt: Es sollte etwas geben, das über das rein Materielle hinausweist und dem Sie eine höhere, sinnstiftende Bedeutung zugestehen, ohne dass es Gott per se sein muss.

    Freimaurerei ist grundsätzlich jedem Mann offen. Besonders gut passen Männer, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und mit beiden Beinen im Leben stehen. Wer noch stark von Ausbildung, Umbrüchen oder dauerhaftem Chaos im Alltag gebunden ist, kann die Wirkung der Freimaurerei oft schwer auf sich wirken lassen.

    Man ist aktiver Teil, kein passiver Zuschauer. Ein Logenhaus erhält sich nicht von selbst: Aufgaben gibt es genug. Jede helfende Hand wird erwartet und angenommen.

    Es ist keine Vorbildung notwendig. Entscheidend sind ein offener Geist, Neugier und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten. Wer glaubt, bereits „fertig“ zu sein, passt nicht. Wir gehen davon aus, dass kein Mensch perfekt ist und arbeiten daher am eigenen rauen Stein.

    Nicht passend sind extremistisches Gedankengut, Ablehnung demokratischer Grundwerte, reine Netzwerkabsichten, Unzuverlässigkeit sowie verschwörungsideologische Weltbilder.

    In der Regel gibt es einen Vortrag mit anschließender Diskussion. Sie sollten eigene Fragen zur Freimaurerei mitbringen und ernsthaftes Interesse zeigen. Rechnen Sie auch damit, dass wir Sie fragen, warum Sie sich für uns interessieren.

    Wenn die Kugelung positiv war, kann es zügig gehen. Dann sollten Sie einen dunklen Anzug mit weißem Binder haben (weiße Krawatte oder Fliege). Uhrzeit ist in der Regel gegen 19:00 / 19:30 Uhr im Logenhaus, damit Zeit für die Vorbereitung bleibt. Dazu gehört eine Zeit der stillen Vorbereitung in einer dunklen Kammer sowie das schriftliche Beantworten von drei Fragen, die während der Tempelarbeit verlesen werden. Hinweise zur Parksituation finden Sie auf der Kontaktseite. Ansprechpartner sind Ihre beiden Bürgen.

    Monatlich liegt der Beitrag in der Regel zwischen 40 und 50 EUR. Die Aufnahme kostet insgesamt unter 500 EUR.

    Wir sind kein Geheimbund, sondern ein Bund mit Geheimnissen. In der Loge gilt Verschwiegenheit. Was in der Loge geschieht, bleibt in der Loge.

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